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SK Slovan Bratislava


vs.


FC Spartak Trnava


2:1 (1:0)


 

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7.8.2011 - Stadion Pasienky - 5486 Zuschauer

Corgon Liga

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Wie immer gehörte auch hier bei diesem Ausflug in die benachbarte Hauptstadt das Sightseeing zum Pflichtprogramm dazu. Bratislava ist klein aber fein, man kann in kurzer Zeit eigentlich alles Sehenswerte abklappern. Mir gefiel vor allem die Altstadt und das Kriegsdenkmal Slavin, von dort oben hat man einen schönen Blick über einen Teil der Stadt. Ein paar Mal mussten wir beim Herumgehen auch kräftig sabbern :) , die Frauen in Bratislava sind sehr nett zum ansehen. Dabei ist Bratislva keine 100km von Wien entfernt, unglaublich wie groß doch der Unterschied zu Wien ist, in Bratislava achten die Damen noch auf ihr Aussehen.

 

Als die Zeit für das Spiel gekommen war fuhren wir Richtung Stadion und parkten das Auto beim benachbarten Stadion Tehelne Pole. Ich staunte nicht schlecht, als ich den Zustand des Stadions sah. Vor zwei Jahren konnte ich hier noch die Partie Slovan Bratislava gegen Ajax Amsterdam sehen, nun ist das Stadion baufällig und auf der Tribüne wächst das Unkraut. Weiter ging es zum Pasienky Stadion vorbei an einem Lokal, wo man schon viele Slovan Fans sehen konnte. Vor dem Stadioneingang standen viele Polizisten in voller Montur, die schon beim Einlass abschreckend (oder auch provozierend) auf Krawallmacher wirken sollten. Drinnen ging es gleich mal die Tribüne hoch um das innere des Pasienky Stadions zu begutachten. Es ist ein altes Stadion und ziemlich urig, vor allem die Anzeigentafel hatte es mir total angetan. Ein bisschen Zeit hatten wir noch bis zum Anpfiff, mit einem Bier um 1,5€ gingen wir dann zu unseren Plätzen.

 

Der Wetterbericht hatte für den Abend Gewitter vorhergesagt, die Vorhersage traf auch recht gut zu. Kurze Zeit nach dem Anpfiff fing es fürchterlich zum regnen an, zum Glück hatten wir Karten für die überdachte Haupttribüne besorgt. Bei Slovan konnte in der Aufstellung ein alter Bekannter ausgemacht werden - Filip Sebo, der Ex Austrianer. Dann ging es auch schon los, Slovan ging schon in der 7. Minute in Führung. Die Stimmung war bei beiden Fanblöcken über das gesamte Spiel sehr gut, in der zweiten Halbzeit war der Block von Spartak Trnava aber besser. Auch spielerisch war Trnava nach dem Gegentor besser und hätte sich den Ausgleich verdient gehabt, doch vorerst wollte ihnen kein Tor gelingen. In der zweiten Halbzeit fingen einige Leute im Trnava Block dann an die Plastiksitze auszureissen. Einige verwendeten die Sitze als Regenschutz, andere warfen sie vor die Ordner auf den Rasen. Danach versuchten sie den Zaun zum Spielfeld kaputt zu machen, an einer Stelle gelang es ihnen auch. Kurz wurde über einen Platzsturm nachgedacht, dieser blieb dann doch aus. Stattdessen gingen die Ordner (in der Slowakei haben die Ordner Schlagstöcke) gesammelt nach vorne zum Zaun und wollten ein paar Krawallmacher davon abhalten, den Zaun weiter zu demolieren. Ein paar Knallkörper explodierten neben ihnen, danach konnte man einen alten Herren im Anzug sehen der zu den Ordnern ging. Wer auch immer das war, er ordnete den Rückzug an und die Ordner gingen wieder ein paar Meter von dem Block zurück. Wie sich nachträglich herausstellte, war dies der richtige Schritt gewesen, danach blieb es ruhig. Auf dem Spielfeld schoß Bratislava das 2:0, ehe Trnava noch der Anschlusstreffer gelang. Nach Abpfiff der Partie mussten wir relativ zügig weg, wir wollten noch kurz bei der Heimfahrt beim Aupark vorbeifahren und Lebensmittel einkaufen. Zuhause im Internet sah ich dann nachträglich, was wir noch verpasst hatten - Leute aus dem Trnava Block versuchten den Zaun, der sie von unserer Tribüne trennte einzureißen.

 

Insgesamt war es ein toller Ausflug in eine schöne Stadt mit einem ereignisreichen Derby noch dazu. Ein paar mehr Zuschauer hätte ich mir erwartet, aber wahrscheinlich blieben viele auch wegen des schlechten Wetters zuhause. Die Stimmung war toll, falls ich es zeitlich und finanziell schaffe werde ich mir das Rückspiel in Trnava sicher geben und schauen, was die Spartak Leute so daheim zeigen.

 

 

 

 


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